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Baurecht

 

  

Das kleine ABC vom Planen und Bauen Ihres Bauvorhabens 

 

·        Allgemeine Wohngebiete WA

Zulässig sind Wohngebäude, die der Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke; ausnahmsweise: Beherbergungsbetriebe, nicht störende Gewerbebetriebe. 

·        Baumassenzahl (BMZ)

Die Baumassenzahl gibt an, wieviel Kubikmeter Baumasse je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Eine Baumassenzahl von 4,5 erlaubt auf einem Grundstück von 1.000 m² die Errichtung eines Gebäudes mit einer Baumasse von 4.500 Kubikmetern.

·        Baulinie (rot)

Die Baulinie begrenzt die überbaubare Grundstücksfläche. Eine Baulinie darf bei der Errichtung eines Gebäudes weder über noch unterschritten werden.

·        Baugrenze (blau)

Die Baugrenze begrenzt die überbaubaren Grundstücksflächen. Ein Neubau darf sie nicht überschreiten, jedoch hinter ihr zurückbleiben.

·        Bauweise

Im Bebauungsplan wird die Bauweise in der Regel als offene oder geschlossene Bauweise festgesetzt. In der offenen Bauweise werden die Gebäude mit seitlichem Grenzabstand als Einzelhäuser, Doppelhäuser oder Hausgruppen mit einer Länge von höchstens 50 m errichtet. Im Bebauungsplan können Flächen festgesetzt werden, auf denen nur Einzelhäuser, nur Doppelhäuser, nur Hausgruppen oder nur zwei dieser Hausformen zulässig sind. In der geschlossenen Bauweise werden die Gebäude ohne seitlichen Grenzabstand errichtet, es sei denen, daß die vorhandene Bebauung eine Abweichung erfordert.

·        Bebauungsplan

Der Bebauungsplan wird aus dem Flächennutzungsplan entwickelt. Er enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung. So kann er u.a. Art und Maß der baulichen Nutzung, die Bauweise, Straßen, Grünflächen, etc. festsetzen.
Der Bebauungsplan bildet die Grundlage für Baugenehmigungen bzw. Genehmigungsfreistellungen und weitere Maßnahmen (z.B. Bodenordnung, Enteignung, Erschließungsanlagen, Bau- und Pflanzgebote).

·        Besondere Wohngebiete WB

Zulässig sind Wohngebäude, Läden, Beherbergungsbetriebe, Schank- und Speisewirtschaften, sonstige Gewerbebetriebe, Geschäfts- und Bürogebäude, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke; ausnahmsweise: Verwaltungszentralen, nicht kerngebietstypische Vergnügungsstätten, Tankstellen.

·        Dorfgebiete MD

Zulässig sind land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Kleinsiedlungen, landwirtschaftliche Nebenerwerbsstellen, Wohngebäude, Betriebe zur Verarbeitung und Sammlung land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse, Einzelhandelsbetriebe, Schank- und Speisewirtschaften, Beherbergungsbetriebe, Handwerksbetriebe, nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe, Anlagen für örtliche Verwaltungen sowie für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, Gartenbaubetriebe, Tankstellen; ausnahmsweise: nicht kerngebietstypische Vergnügungsstätten.

·        Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan stellt für das gesamte Gebiet der Stadt  Lage die beabsichtigte Art der Bodennutzung sowie die Erfordernisse und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in den Grundzügen dar (z.B. Wohn- oder Gewerbegebiete mit Zielaussagen zur Grünausstattung, zu Hauptverkehrsstraßen, zur Schaffung von zu vernetzenden Grün- und Freiflächen. Aus dem Flächennutzungsplan können die Bürgerinnen und Bürger keinen Rechtsanspruch auf die dargestellte Nutzung ihres Grundstückes ableiten.

·        Geschoßflächenzahl (GFZ)

Die Geschoßflächenzahl gibt an, wie viel Quadratmeter Geschoßfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Eine Geschoßflächenzahl von 0,8 erlaubt beispielsweise auf einem Grundstück von 1.000 m² die Errichtung eines Gebäudes mit 800 m² Geschoßfläche.

·        Gewerbegebiete GE

Gewerbegebiete dienen vorwiegend der Unterbringung von nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben. Zulässig sind Gewerbebetriebe aller Art, Geschäfts-, Büro und Verwaltungsgebäude, Tankstellen und Anlagen für sportliche Zwecke, ausnahmsweise: Wohnungen für Aufsichtspersonen, kerngebietstypische Vergnügungsstätten.

·        Grundflächenzahl (GRZ)

Die Grundflächenzahl gibt an, wie viel Quadratmeter bebaute Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Eine Grundflächenzahl von 0,4 bedeutet dementsprechend, dass das Grundstück zu 40 % überbaut werden darf.

·        Industriegebiete G

Industriegebiete dienen ausschließlich der Unterbringung von Gewerbetrieben und zwar überwiegend solcher Betriebe, die woanders unzulässig sind. Zulässig sind Gewerbebetriebe aller Art, Lagerhäuser, Lagerplätze und öffentliche Betriebe, Tankstellen; ausnahmsweise: Wohnungen für Aufsichtspersonen.

·        Kerngebiete MK

Zulässig sind Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, Einzelhandelsbetriebe, Schank- und Speisewirtschaften, Beherbergungsbetriebe, Vergnügungsstätten, nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, Tankstellen, Wohnungen für Betriebsangehörige, Wohnungen oberhalb eines im Bebauungsplan bestimmten Geschosses; ausnahmsweise: sonstige Wohnungen.

·        Maß der baulichen Nutzung

Im Bebauungsplan wird das Maß der baulichen Nutzung für die Baugebiete durch Baulinien oder Baugrenzen und eine oder mehrere der folgenden Festsetzungen bestimmt: Grundfläche der baulichen Anlagen, Grundflächenzahl (GRZ), Geschoßfläche, Geschoßflächenzahl (GFZ), Baumasse, Baumassenzahl (BMZ), Zahl der Vollgeschosse, Höhe der baulichen Anlage.

·        Mischgebiete M

Mischgebiete dienen dem Wohnen und der Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören. Zulässig sind Wohngebäude, Geschäfts- und Bürogebäude, Einzelhandelsbetriebe, Schank- u. Speisewirtschaften, Beherbergungsbetriebe, sonstige Gewerbebetriebe, Anlagen für Verwaltungen sowie kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, Gartenbaubetriebe, Tankstellen, nicht kerngebietstypische Vergnügungsstätten in gewerblich genutzten Teilen.

·        Reine Wohngebiete WR

Reine Wohngebiete dienen dem Wohnen. Zulässig sind Wohngebäude incl. „Wohnen in Pflege“; ausnahmsweise: Läden, nicht störende Handwerksbetriebe, Anlagen für soziale, kirchliche, kulturelle, gesundheitliche und sportliche Zwecke.

·        Sondergebiete

Als Sondergebiete werden solche Gebiete dargestellt, die sich von anderen Baugebieten wesentlich unterscheiden, wie z. B. Kurgebiete, Gebiete für Messen, Gebiete für Einkaufszentren etc.

·        Straßenbegrenzungslinie

Die Straßenbegrenzungslinie begrenzt die öffentlichen Verkehrsflächen. Unter diese fallen die Straßen sowie die Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung wie Fußgängerzonen, verkehrsberuhigte Bereiche und Radfahrwege.

·        Vollgeschoß

Vollgeschosse sind Geschosse, deren Deckenoberkante im Mittel mehr als 1,60 m über die Geländeoberfläche hinausragt und die eine Höhe von mindestens 2,30 m haben. Ein gegenüber den Außenwänden des Gebäudes zurückgesetztes oberstes Geschoss (Staffelgeschoss) ist nur dann ein Vollgeschoss, wenn es diese Höhe über mehr als zwei Drittel der Grundfläche des darunter liegenden Geschosses hat. Ein Geschoss mit geneigten Dachflächen ist ein Vollgeschoss, wenn es diese Höhe über mehr als drei Viertel seiner Grundfläche hat. Die Höhe der Geschosse wird von Oberkante Fußboden bis Oberkante Fußboden der darüber liegenden Decke, bei Geschossen mit Dachflächen bis Oberkante Dachhaut gemessen.

       

 

 

 

 

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Das MassivHaus, Erik Krüger, Geschäftsinhaber

 

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